wp3b7b3c6c_1b.jpg
wpff3c9d16.png
wp297fac83.png
PLACE SAINT-PAUL
PLACE SAINT-MAURICE
wp9f8f1fa5.png
wpcd5879c1.png
wp2c8e70d2.png
wp7aabdbe2.png
wp7aabdbe2.png
wpc52733ed.png
PHOTO CLAUDE THIEFFINE
wpc56ec8c6_1b.jpg
wp6a6db1f8_1b.jpg
wpfef6bc50_1b.jpg
wpd470148a_1b.jpg
wp0e71d81f.png
Es ist ratsam, die Besichtigung auf der Westseite zu beginnen, den Nummern ordnungsgemäß
zu folgen und die Besichtigung auf dem Platz "Saint Paul" zu beenden.
1 - Westseite in spätgotischem Stil mit 3 Portalen. Südportal (rechts) : musizierende Engel
und Propheten (Ende XIV. Jahrhundert); Nordportal (links) : musizierende Engel und Chorsänger, die die Krönung der Mutter Gottes feiern (siehe die die Krone tragenden Engel) (Mitte XV. Jh.) : Hauptportal : auf den drei Bogenrundungen des Portals eine bildliche Zusammenfassung der Bibel : Propheten und Könige, Szenen aus dem Alten Testament und Szenen aus dem Leben Christi (zweite Hälfte des XV Jhs).
2 - Innenseite der Westwand : aus Lanzettbogen bestehende große Fensterrose (XX. Jh.), die mit den Wappen der Bischofssitze geschmückt ist. Die bis zur Revolution zum Erzbistum Vienne gehörten.

DAS INNERE DER KATHEDRALE
Kirche mit drei Schiffen, ohne Querschiff.
Zur romanischen Kathedrale (Mitte XII. Jh.) gehören die Joche 5 bis 11 desSchiffs
(östlich des Punkts 5 auf dem Plan) : Bogengänge bis in Höhe des Laufgangs
(des Triforiums). Seitenschiffe, etwa sechzig Kapitelle und einige, im
gotischen Bau wiederbenutzte Bestandteile (Plannummern 11c,12, 14, 29, 35) :
diese Skulpturen bilden ein zusammenhängendes Ganzes von seltenem Ausmaß .
Zur gotischen Bauzeit (XIII., Anfang XVI. Jh.) gehören der Chor, dessen Apsis
auf den Grundmauern der Apsis des romanischen Baus (XIII. Jh.) wieder erbaut
wurde, der Laufgang (Triforium). die hohen Fenster und die Gewölbe des Hauptschiffs,
die vier westlichen Joche mit den Schlußsteinen, die mit den Wappen der Familien
und der Domherren geschmückt sind, die im XIV. und XV. Jh. die Stifter dieser
Arbeiten waren. Weiterhin gehören zur gotischen Bauzeit die Seitenaltäre in den
Seitenschiffen (XIII. und XV Jh.). die Vorderfrontportale (Nr. l auf dem Plan) und
einige Reste von in Stein gehauenen Werken (Nr. 9, 15). Von den zum Kloster hin
Geöffneten Seitenaltären (Nr. 30) besteht nur noch der im Jahr 1495 von Claude de
Virieu erbaute Seitenaltar (Nr. 32).
3 - Kirchenfenster des Meisters Thomas (1954).
4 - Seitenaltar der Naillac. Grab des Pierre de Naillac (Domherr der
Kathedrale) und seines Bruders Antoine, Spätgotik (Ende XV. Jh.).
Wandmalerei : Kreuzigung (XIV. Jh.).
5 - Hier war die Vorderfront der romanischen Kathedrale (XII. Jh.)
6 - Romanisches Kapitell : die Heiligen Frauen am Grab.
7 - Romanische Kathedrale : Ankunft Jesu in Jerusalem.
8 - Romanische Kathedrale : König David, musizierend.
9 - In Stein gehauene Gruppe der Heiligen Drei Könige vor Herodes
(XIII. Jh.).
10 - Kapelle der Hl. Apollonia : Grabinschrift des Boson. König von Burgund
(gest. 887). der in der Kathedrale begraben ist (die Kopie des Originals
wurde im XIII. Jh. verfertigt).
11 - a, b : gewundene römische Säulenstämme aus Marmor: c : Tierkreisfries
(XII. ^Jh.).
12 - Romanische Statuen von St. Petrus (links) und St. Johannes und
St. Paulus (rechts).
13 - Kanzel aus Marmor (1833).
14 - Wiederbenutzte romanische Kapitelle (Säulenaufsätze) : a) Jesus und
15 - In Stein gehauene Gruppe der das Christuskind anbetenden
Drei Könige (XIII. Jh.).
16 - Reihe flämischer Wandteppiche (Ende XVI. Jh.) mit den
Wappen des Domkapitels, die Leben und Martyrium von St . Maurice
und seinen Gefährten der thebanischen Legion darstellen : a) die
Taufe zu Jerusalem : b) Maurice wird im kaiserlichen Palast des
Diokletian zu Rom empfangen : c) er weigert sich. den Heidengöttern
Opfer darzubringen : d) die Legion wird vernichtet : e) Maurice
17 - Romanisches Kapitell : die Auferstehung des Lazarus.
18 - Zur romanischen Kirche gehörende Wand, Pforte und Fensternische
(XI. / XII. Jh.).
19 - Gemälde von Alexandre Desgoffe (1859) : St. Maurice zu Pferd
empfängt die Märtyrerpalme.
20 - Ende des XVI. Jahrhunderts enstandenes Kirchenfenster : die Anbetung
der Heiligen Drei Könige : etwas tiefer ist der Stifter mit seinem
Schutzpatron, St. Antonius (rechts), und mit St. Jakob (links).
Schutzpatron der Seitenkapelle, dargestellt.
21 - Von Rene-Michel Slodtz (1747) in Stein gehauenes Mausoleum der
Erzbischöfe von Vienne, Armand de Montmorin und Henri-Oswald
de la Tour d'Auvergne.
22 - Hochaltar, der im Jahr 1747 von Rene-Michel Slodtz in Marmorsteinen
gehauen wurde, die aus dem antiken Rom stammen.
23 - Bischofssitz aus Stein (XII. Jh.).
24 - Im Stil des XIII. Jhs. von Lucien Begule (1898) geschaffene Kirchenfester
der Apsis ; beiderseits der Erlösung (auf derselben Ebene) Szenen, die
Ereignisse aus der Kirchengeschichte von Vienne veranschaulichen
(heilige Schutzpatrone und Märtyrer, Bischöfe..).
25 - Kirchenfenster der hohen Fensternischen der Apsis (Ende XVI . Jh.) ;
auf derselben Ebene St. Maurice und St. Petrus.
26 - Auf der Grundmauer der Apsis und über dem Triforium (Laufgang) :
Friese mit Einlegearbeit aus farbigem Zement, die Pflanzen, sich
bekämpfende Tiere, Zentauren, Häupter von Königen und Bischöfen
(XIII. Jh.) darstellen.
27 - Grabmal von Guy de Maugiron, Statthalter des Dauphine (gest. 1555).
28 - St. Andreas-Kapelle (Betkapelle, die 1994 von der Vereinigung
"Lebende Kathedrale" neu ausgestattet wurde).
28 A - Neuer Altar entworfen von Philippe Kaeplin (1997)

DIE AUSSENSEITEN DER KATHEDRALE.
Der St. Paulus-Platz (an der Nordseite der Kathedrale) entstand zu Beginn
des XIV. Jahrhunderts dort. wo ehemals zwei Klöster und Bauten des
Domkapitels gestanden hatten. An den Wänden der Kathedrale kann man
heute noch aus dem XII. und XIII. Jahrhundert stammende Grabinschriften
von geistlichen Mitgliedern der Kathedrale, von Würdenträgern des Domkapitels
oder von weltlichen Toten sehen.
Auf der Südseite befindet sich die "Calixte der Zweite-Strajße" ; Calixte der
Zweite war ursprünglich Bischof von Vienne gewesen, hiejß eigentlich Gui
von Burgund. Wurde aber 1119 in Cluny zum Papst erwählt und erhielt als
solcher den Namen Calixte der Zweite. Diese "Calixte der Zweite-Stra/fe"
war ehemals der Ort, an dem sich der Friedhof der Armen befand.
29 - Nordpforte : Sturz mit aus der Antike stammenden wiederbenutzten
Greifen, mit Rankenornamenten verzierte Archivolte (Wiederbenutzung
von romanischem Material).
30 - Stelle, an der das aus dem XIII. Jh. stammende Liebfrauenkloster stand,
das 1804 zerstört wurde.
31 - Drei Jochspuren einer der drei Seitenkapelle, die im XIII. Jh. auf der
Ostseite des Klosters erbaut worden waren.
32 - Auf der Nordseite des früheren Klosters eine St. Theodor-Kapelle, deren
Fundament Ende des XV Jahrhunderts von Claude de Virieu gelegt
wurde.
33 - Prachttor des heute zerstörten Bischofspalastes.
34 - Das während der Religionskriege zerstörte Domkapitelkloster.
35 - Aus dem XII. Jh. stammende romanische Bogenstellung, die auf gotische
Mauern aufgesetzt wurde.
36 - An der Basis der gotischen Mauern : Rusticaquaderung und wiederbe-
nutzte Blöcke aus der Antike.

DIE GROSSEN AUGENBEICKE DER KATHEDRAEE SAINT-MAURICE
III. Jahrhundert : Gründung des Bischotssit/.es von Vienne.
Ende IV. Jh. : An derselben Stelle, an der heute die Kathedrale steht.
Erbauung des Bischofsviertels: die Kathedrale, "ecciesia" genannt. Kirchen.
Taufkapelle. Haus des Bischofs. Im Januar 361 wohnt Kaiser Julius dem
Fest der Heiligen Drei Könige bei.
Anfang VI. Jh. : Der Bischof St. Avit erneuert die Taufkapelle.
V. bis IX. Jh. : Die "ecciesia" wird dem Schutz der Makkabäerbrüder
unterstellt. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts : Einführung der
Reliquienverehrung der Märtyrer der thebanischen Legion. St . Maurice
und seiner Leidensgefährten in einem gewölbtem Anbau der Kathedrale.
Anfang IX. Jh. : Gründung einer Gemeinschaft von Domherren, die einer
Regel gehorchen. Der Gebrauch des Namens "St. Maurice" zur Bezeichnung
der Kathedrale verallgemeinert sich nach und nach. Sie wird gegen Westen
vergrößert, und dieser Teil wird eine dem Erlösergeweihte Stätte, die die
Domherren benutzen.
887 : Boson. der König Burgunds und der Provence, wird in St. Maurice beerdigt
(vgl. Nr. 10 des Plans). XI. Jh. : Ausbau der Kathedrale durch den Erzbisehof Leger
(l 030-1070).
9. Februar 1119 : Der Erzbischof von Vienne. Gui von Burgund. Der soeben unter
dem Namen "Calixte der Zweite" in Cluny zum Papst erwählt wurde, wird in seiner
Kathedrale gekrönt. Wenig später verleiht er dem Bischofssitz Vienne den Primat
über die bischöflichen Sitze der sechs Kirchenprovinzen Südfrankreichs.Um
1140-1160 : Wiederaufnahme neuerlicher Ausbauten der Kathedrale in romanischem Stil.
XIII. Jh. : Bischof Jean de Bernin (1218-1266) nimmt die Arbeiten wieder auf und legt
den neuen, vergrößerten Umfang der Kirche fest.
20. April 1251 : Die Kathedrale wird von Papst Innozenz dem Vierten geweiht und
endgültig St . Mauriee zugeeignet.XIII.-XV. Jh. : Fortsetzung der Arbeiten :
Triforium. obere Kirchenfenster. Gewölbe des Hauptschiffs. Portale der
Vorderfront. Seitenaltäre.
Oktober 1311 - April 1312 : Feierliche Sitzungen des ökumenischen (allgemeinen)
Konzils in Gegenwart von Papst Clemenz dem Fünften und des Königs von Frankreich.
Philipp dem Vierten : Auflösung des Tempelritterordens.
Anfang XVI. Jh. : Vollendung des Hauptschiffs und der Vorderfront. Ende der Arbeiten.
Juli 1548 : Das Herz des Kronprinzen Franeois. Sohn von Franc-ois dem
Ersten, wurde im Chor der Kathedrale verwahrt.
20. März 1561 : Protestantische Rotten verüben Zerstörungsakte an den
Statuen der Vorderfront.
Mai-Juni 1562 : Neuerliche Verwüstungen der Kathedrale durch Hugenottengruppen.
17. Oktober 1567 : Wiederholte Verwüstungen durch die Protestanten.
1693 ; Der Prediger J.-B. Massillon hält die Grabrede für den Erzbischof Henri de Villard.
Juli 1790 : Das Bistum Vienne wird aufgelöst auf Grund der bürgerliehen Verfassung
seiner Geistlichkeit : die Kathedrale entgeht dem Verkauf der verstaatlichten religiösen Güter. Während der Revolution werden in ihr Volksversammlungen und patriotische Tagungen abgehalten : danach dient die Kathedrale als Futterspeicher oder als Kaserne.
Juni 1802 : Die Kirche wird als Pfarrkirche wieder dem Gottesdienst eröffnet.
1869 : Brand im nördlichen Kirchlurm.
Februar 1988 : Festliehe Gedenkteier zu Ehren von Gui von Burgund.
Erzbischof von Vienne von 1088 bis 1119.

Ehemaliges
liebfrauenkloster
wp73a93883.png
KATHEDRALE  SAINT-MAURICE
   VIENNE    -   FRANKREICH